Artweger TWIN:LINE
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Wasserenthärung
Und leise rieselt der Kalk ...
Wasserenthärtungsanlagen verhindern Kalkablagerungen in den Rohrleitungen und sparen Heizkosten bei Warmwassergeräten, da Ablagerungen von einem Millimeter am Wärmetauscher die Heizkosten bereits um 15 Prozent erhöhen.
Aber die Anlagen sparen nicht nur Geld, sondern schonen auch die Umwelt.
Weiches Wasser spart bis zu 70 (!) Prozent Waschmittel und macht Ihr bisheriges Waschmittel effizientert.
Eine Amortisierung der Anschaffung ist in jedem Fall gegeben.
Begriffsbestimmung:
Unter Wasserenthärtung versteht man die Beseitigung der im Wasser gelösten Erdalkali-Kationen Ca2+ und Mg2+, die die Waschwirkung von Waschmitteln durch Bildung von Kalkseifen reduzieren und zu störenden Kesselsteinablagerungen in Rohrleitungen und Apparaten führen können. Aus umgangssprachlich hartem Wasser wird weiches Wasser erzeugt. Enthärtetes Wasser darf nicht verwechselt werden mit destilliertem oder demineralisiertem / vollentsalztem Wasser (VE-Wasser). Neben der Vollenthärtung werden Wässer auch nur teilenthärtet. Häufig reicht es, wenn nur die Carbonathärte vermindert oder weitgehend entfernt wird. Diese Art der Aufbereitung wird Entkarbonisierung genannt.
Verfahren:
Kationenaustausch Enthärtung des Rohwassers durch Austausch der Erdalkaliionen gegen Natriumionen. Ein häufig eingesetztes Verfahren ist die Enthärtung mit Kationenaustauscherharz. Das Wasser strömt durch einen Behälter, der ein Kationenaustauscherharz enthält. In diesem werden vorwiegend die Ca2+- und Mg2+-Ionen gegen eine äquivalente Menge Na+-Ionen getauscht. Das enthärtete Wasser enthält nun entsprechend mehr Na+- und fast keine Ca2+- und Mg2+-Ionen. Alle übrigen Ionen verbleiben im Wasser. Die Regenerierung des erschöpften Kationenaustauschersharzes erfolgt mit einer 8-12% NaCl-Lösung (Regeneriersalz). Geschirrspüler sind mit solchen Kationentauschern ausgestattet. Das in Geschirrspüler einzufüllende Salz dient also der Regeneration des eingebauten Kationenaustauscherharzes. Bei Enthärtungsanlagen erfolgt die Regeneration oft automatisch, in festen Zeitintervallen, abhängig von der Menge des verbrauchten Wassers oder von der Qualität des aufbereiteten Wassers. Da während der Regeneration bei einer Einzelanlage (ein Behälter) kein enthärtetes Wasser zur Verfügung steht, müssen für die kontinuierliche Versorgung mit enthärtetem Wasser sogenannte Doppelanlagen vorgesehen werden. Eine Doppelanlage besteht aus zwei getrennten Behältern mit Kationenaustauscherharz. Diese werden parallel betrieben. Einer der Behälter z.B. Nr 1 liefert enthärtetes Wasser, während der zweite (Nr 2) regeneriert wird, bzw nach der Regeneration in Bereitschaft steht. Wenn Nr 1 erschöpft ist, wird Nr 2 in Betrieb genommen und Nr 1 abgesperrt und regeneriert. Nach der Regeneration steht nun Nr 1 in Breitschaft. Wenn dann Nr 2 erschöpft ist, erfolgt ein erneuter Wechsel. Da in enthärtetem Wasser keine Ca-Ionen mehr vorhanden sind, besitzt dieses eine deutlich erhöhte Korrosionsneigung. Auch enthärtetes Wasser enthält alle natürlichen Mineralien die wir brauchen. Nur das Magnesium und Kalzium wurde entzogen und Natrium wurde während des Enthärtungsprozesses hinzugefügt. Deshalb kann man in den meisten Fällen enthärtetes Wasser völlig gefahrlos trinken. Es ist ratsam, bei enthärtetem Wasser einen Gehalt von maximal 300 mg/L Natrium einzuhalten. In Gebieten mit sehr hartem Wasser sollte das enthärtete Wasser aufgrund des hohen Natriumgehalts nicht für die Herstellung von Babymilch verwendet werden.